Massenbewegung

Sport für Leute mit Gewichts-, Zeit- oder Motivationsproblemen

Motivation – Die faulsten Ausreden nicht zu laufen (Teil 1)

Posted by oscartango - 17. August 2007

Ausrede: Ich kenne keine geeignete Laufstrecke

Es gibt (fast) keine ungeeignete Laufstrecke. Die beste ist übrigens die, die direkt vor Ihrer Haustür beginnt. Ich behaupte mal, dass weniger als 3% der Menschen in Deutschland einen echten Grund haben nicht direkt vor Ihrer Haustür loszulaufen (z.B. Binnenschiffer). Alle Anderen wohnen so, dass man (objektiv betrachtet) sehr wohl laufen kann, es ist ihnen nur peinlich vor den Nachbarn (dazu komme ich in einem späteren Punkt).
Dabei bietet die „Heimatstrecke“ so viele Vorteile: Man muss nicht erst Zeit damit verbringen zur Lauftrecke zu kommen, man schwitzt das Auto nach dem Training nicht so voll (Ihre Familie wird es Ihnen beim nächsten Ausflug danken) und man spart sich den logistischen Aufwand für die Getränkeversorgung nach dem Training.
Nutzen Sie die Strecke, die vor Ihrer Haustür beginnt als Basisstrecke. Im Laufe der Zeit werden Sie dann noch andere Strecken kennen und lieben lernen.

Ausrede: Mir ist es peinlich, wenn meine Nachbarn mich sehen

Insbesondere Läufer(-innen) mit einer Figur, die nicht der eines typischen Marathonläufers entspricht, haben oft Hemmungen, dass andere Leute sich über ihre Trainingsbemühungen lustig machen. Und da muss man sagen: Sie haben Recht! Das wird erstmal so sein! Da will ich Sie gar nicht anlügen. Aber lassen Sie mich eine kleine (wirklich!) wahre Geschichte zu diesem Thema erzählen.
Ich bin mit meiner Familie vor ein paar Jahren im Sommer in eine neue Wohnung mit einem wunderschönen Balkon gezogen. Zu dieser Zeit stand ich – wie man so schön sagt – richtig im Saft. Ich war voll im Training.
Gleich an unserem ersten Abend in der neuen Wohnung genossen wir den Balkon mit seiner wunderschönen Aussicht auf eine Pferdekoppel.
Irgendwann joggte dort unter unserem Balkon eine junge Frau entlang, die –naja- nicht eben eine Marathonfigur hatte. Sie hatte Kopfhörer im Ohr und lief langsam aber konstant mit einem vor Anstrengung hoch rotem Kopf an uns vorbei. Mit der Arroganz, die man nur als schlechter Sportler gegenüber vermeintlich noch schlechteren Sportlern aufbringen kann machte ich NATÜRLICH eine dumme Bemerkung, die sie allerdings Gott sei Dank nicht hören konnte.
Am nächsten Abend war sie wieder da und am übernächsten wieder und wieder und wieder …Weder Regen, Schnee oder Sturm konnten diese junge Dame offensichtlich vom Laufen abbringen. Zuverlässig wie eine Kirchturmuhr taucht sie nunmehr seit unserem ersten Tag in der Wohnung vier bis fünfmal pro Woche vor unserem Balkon auf. Das geht mittlerweile so weit, dass sich unsere ganze Familie ernsthaft Sorgen macht, wenn sie mal mehr als zwei Tage nicht auftaucht.
Wohl gemerkt: Wir wissen bis heute weder den Namen, noch die Herkunft der Frau!
Die Moral von der Geschichte: Das anfängliche Lächeln wird ernsthafter Bewunderung Ihrer Hartnäckigkeit weichen. Glauben Sie es mir!

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Eine Antwort to “Motivation – Die faulsten Ausreden nicht zu laufen (Teil 1)”

  1. Marathon said

    Ja, für viele potentielle Läufer ist es ein Problem, „öffentlich“ zu laufen. Sogar einige meiner Laufkollegen, alte Hasen, kommen per Fahrrad oder sogar Auto zum Lauftreff. Erst in der Gruppe trauen sie sich. Diese Scham ist nach meiner Meinung völlig unbegründet, ich laufe seit 30 Jahren wann und wo ich will.

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